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August Castell-Castell

"Den Betrachter in die Situation hineinziehen“ möchte Fotograf August Castell-Castell

In der Szene sind Sie mit Partyschnappschüssen bekannt geworden. Auf Ihrer Website schreiben Sie: „Always Party Nonstop“. Wie sind Sie in diese Nische gerutscht?

Ich habe schon immer gerne im Nachtleben fotografiert. Wenn ich ausgegangen bin, gehörte es damals einfach für mich dazu, dass ich währenddessen meine Freunde aufgenommen habe. Doch die Fotos sind ganz anders als die schrecklichen nullachtfünfzehn Partyaufnahmen, die es zu diesen Zeiten gab.

Warum sind Menschen auf Partys ein so reizvolles Motiv?

Weil sie sich loslösen, wenn sie feiern. Sie begeben sich in Rauschzustände, werden locker, sie selbst und das ohne eine große Show zu veranstalten. Man muss da einfach mitmachen und ab und zu ein Foto knipsen.

Zwar sind es heute nicht mehr nur Partyfotos, aber Menschen spielen immer noch die Hauptrolle in Ihren Bildern: sie sind Ihre „Lieblinge vor der Linse“ …

Personen zu fotografieren war schon immer eine Leidenschaft von mir. Ganz egal in welcher Situation sie sich befinden. Mal ist es ein Portrait, mal ein Schnappschuss auf der Straße, aber ich merke sofort, ob es ein gutes Foto werden kann. Man könnte es als einen Funken beschreiben, der überspringt – oder eben nicht.

Was reizt Sie an dem Medium besonders?

Ich finde es großartig, meine Sicht der Dinge für immer und ewig festzuhalten und mit einem einzigen Bild den Betrachter mit in die Situation hineinzuziehen. Deswegen zeigen auch viele meiner Bilder Momente, die ich selbst erlebt oder kreiert habe.

Fotografie ist Kunst und in Zeiten von Instagram sind demnach viele Künstler. Gibt es aus Ihrer Sicht gute und schlechte Fotos?

Es gibt vor allem schlechte Fotos in der Flut der Onlinemedien. Gerade weil heute einfach jeder eine Kamera besitzt und damit fotografiert. Ein gutes Foto kann für mich alles mögliche zeigen – es muss nur den Reiz auslösen, es anschauen zu wollen.

Wie nutzen Sie die Plattform für sich?

Für mich ist es fast wie ein Magazin, das man durchblättern kann und das immer und überall – ob man im Zug sitzt oder auf dem Klo. Instagram kann aber auch eine Jobbörse sein. Ich habe dadurch auch schon einige bekommen.

Sie haben Grafikdesign studiert und in verschiedenen Grafikbüros und Werbeagenturen gearbeitet, bevor Sie sich voll und ganz der Fotografie widmeten. Wie kam es überhaupt dazu?

Die Werbung war auf jeden Fall nicht das Richtige für mich. Es ist eine wahnsinnig kurzlebige Welt, wohingegen etwa ein Logo Jahrhunderte überdauern kann. Fotografiert habe ich eigentlich schon immer, so wie meine Mutter. Seit ich denken kann, hat sie immer eine Kamera in der Hand. Von ihr habe ich mir alles abgeschaut.

Sie leben schon seit Jahren in und um München. Was lieben Sie an Ihrer Heimat besonders?

Die Stadt ist klein und überschaulich, aber auch eine richtige Stadt!

Wo findet man Sie am häufigsten?

An einem Montag-Mittag wahrscheinlich vor einer Pizza im Restaurant Grano. Im Sommer bin ich sehr gerne an der Isar oder im englischen Garten. Und den Viktualienmarkt liebe ich besonders – ganz egal zu welcher Uhrzeit. Den besten Kaffee der Stadt gibt es bei Emilo in der Klenzestraße und eine Kuchenauswahl, in die ich mich einfach reinlegen möchte. So gut ist es! Und die beste Bloody Mary gibt es definitiv bei The High!

Mehr zu August Castell-Castell und seinen Fotos unter augustcc.com.

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